... die Musikerin

Mechthild Werner studierte Musik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover, mit Hauptfach Violine bei Prof. Werner Heutling. Sie beendete ihr Studium mit den Studienabschlüssen Dipl. mus. päd. (1982, Gesamtnote: sehr gut) und Dipl. mus. (1983).

Bereits während des Studiums spezialisierte sie sich auf Alte Musik und Barockgeige, wurde Mitglied im Barockorchester Cappella Agostino Steffani und gründete mit Freunden ein eigenes Ensemble. Die Teilnahme an Meisterkursen bei Sigiswald Kuijken, Monica Huggett, Ingrid Seifert u.a. brachten wichtige Impulse für ihre weitere künstlerische Entwicklung.

In ihrem Beruf als freischaffende Barockgeigerin wirkte sie bei zahlreichen Konzerten, Hörfunk- und CD-Aufnahmen im In- und Ausland mit. So z.B. mit den Ensembles Les Arts Florissants, Collegium Cartusianum Köln, La Stravaganza Köln, Musiciens du Louvre, Concerto Köln, Ricercar, Bell' Arte Salzburg, Dresdner Barockorchester; 22 Jahre lang war sie festes Mitglied von La Stagione Frankfurt.

Seit 2008 wendete sich Mechthild Werner verstärkt der Musikpädagogik zu. Sie begann ihre Lehrtätigkeit an der Musischen Akademie des CJD in Braunschweig sowie an der Musikschule im Bildungszentrum des Landkreises Wolfenbüttel. Neben dem Einzelunterricht liegt ihr Schwerpunkt auf der Arbeit mit Gruppen. Geigenpädagogische Fortbildungen, besonders auch die (bislang) 3-stufige Fortbildung in der Suzuki-Methode erweiterten ihre Fähigkeiten auch ganz kleine Kinder (Vorschulalter) im Geigen zu unterrichten.

Eine besondere Liebe verbindet Mechthild Werner mit der Kirchenmusik, wo sie bei Aufführungen solistisch, als Mitwirkende in Ensembles oder auch als Konzertmeisterin von Oratorienaufführungen mitwirkt. Dabei spielt sie Werke aus der Alten Musik, aus Klassik, Romantik wie auch Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert.

 

Unter Alter Musik versteht man allgemein Musik aus Renaissance und Barock bis hin zur Klassik. In den Ensembles für Alte Musik in historischer Aufführungspraxis wird solche »Alte Musik« mit Instrumenten und Spielweisen nach historischen Vorbildern aufgeführt. Das ergibt einen völlig anderen Klang als eine Aufführung derselben Werke in der heutigen Spielweise und mit den "modernen" Instrumenten. Ziel der historischen Aufführungspraxis ist es, die Musik so aufzuführen, dass sie dem (wahrscheinlichen) Klangbild der Aufführungen zu Lebzeiten der jeweiligen Komponisten möglichst nahe kommt. Hörproben Alter Musik z.B. unter www.lastagione.de/disc